Bitfinex will die Abweisung einer „unbegründeten“ Klage

Bitfinex will die Abweisung einer „unbegründeten“ Klage über 1,4 Billionen Dollar wegen Marktmanipulation bei Bitcoin

Die Stablecoin-Druckerei Tether und der Krypto-Währungsumtausch Bitfinex haben die gegen sie eingereichte Klage wegen Marktmanipulation von Bitcoin als unbegründet zurückgewiesen. In einem am Donnerstag eingereichten Antrag haben sie die vollständige Abweisung der Klage gefordert.

Bitfinex und die Schwesterfirma Tether beantragten die Abweisung laut Bitcoin Superstar einer gegen sie im Oktober letzten Jahres eingereichten Klage wegen Marktmanipulation durch Bitcoin. Die Kryptofirmen sagten, die Anschuldigungen seien haltlos.

Bitfinex und Tether fordern die Abweisung einer „absurden“ Klage

Im Oktober 2019 reichte eine Gruppe von Bitmünzen- und Kryptowährungshändlern David Leibowitz, Benjamin Leibowitz, Jason Leibowitz, Aaron Leibowitz und Pinchas Goldshtein eine Sammelklage gegen Bitfinex und Tether ein, in der sie behaupteten, dass der Kryptoumtausch und die USDT-Druckerei die Märkte manipuliert hätten, was zu einem Schaden in Höhe von 1,4 Billionen US-Dollar geführt habe. Am Donnerstag reichten Tether und die Bitfinex-Muttergesellschaft iFinex einen Antrag auf Abweisung der Klage ein.

Anfang Juni dieses Jahres hatte Bitfinex General Counsel Stuart Hoegner die Klage in einer Firmenankündigung als „unbewiesene Verschwörungstheorie“ bezeichnet. Die beiden Kryptowährungsunternehmen beschlossen jedoch, ihre Haltung in einem unterstützenden Memorandum zu bekräftigen. Auszüge aus der Erklärung lesen:

Die Kläger versuchen, diese klaffende Lücke im CAC mit unbestätigten Schlussfolgerungen und Rankspekulationen statt mit Tatsachenbehauptungen zu schließen.

Die Behauptungen des „Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act“ („RICO“) scheitern, weil die Kläger sich nicht auf Fakten berufen, die eine RICO-Verschwörung belegen, oder darauf, dass sie eine Verletzung erlitten haben, die unmittelbar durch eine solche Verschwörung verursacht wurde. Alle Klagen sollten abgewiesen werden.

Für Krypto-Marktmanipulation verwendete Konten, die sich nicht im Besitz von Bitfinex befinden

Die Kläger behaupteten, dass von 2015 bis 2018 ein Inhaber eines Bitfinex-„Kontos“ rund 3 Milliarden USDT auf „Konten“ überwiesen habe. Diese Konten existieren bei Bittrex und Poloniex (auch die Beklagten in diesem Fall). Wie der Vorwurf lautete, wurden USDT-Überweisungen im Januar 2018 während eines Zeitraums von zehn Tagen vorübergehend eingestellt.

Bitfinex schlug diese Anschuldigungen in dem Memorandum nieder. Es stellte fest, dass der Fall des Klägers vollständig von der „Annahme“ abhängt, dass diese „Konten“ zu dem Austausch gehören. Zu seiner Verteidigung fügte Bitfinex hinzu:

Die Kläger behaupten keine Tatsachen – d.h. kein Dokument, kein Zeuge, keine E-Mail, keine andere Kommunikation – die darauf hindeuten, dass die Konten laut Bitcoin Superstar im Besitz oder unter der Kontrolle von Bitfinex sind. Stattdessen ersuchen die Kläger das Gericht, auf der Grundlage harmloser Fakten, die eine solche Eigentümerschaft oder Kontrolle nicht belegen, daraus abzuleiten, dass die Konten Bitfinex gehören oder von Bitfinex kontrolliert werden.

Die im Besitz von iFinex befindliche Krypto-Währungsumtauschstelle fuhr fort, dass sie „Tausende von Kunden auf der ganzen Welt“ hat. Daher implizieren Überweisungen von Bitfinex auf die erwähnten „Konten“ nichts über das Eigentum an diesen Konten.

Selbst wenn die Überweisungen bis zu 3 Milliarden Dollar ausmachen, bedeutet dies nicht, dass eine einzige Person oder Organisation Eigentümer der Konten ist.